Supernova Didius (Supernova), aufgenommen vom Hubble-Weltraumteleskop für den März 16
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Supernova Didius

Beobachtet im Jahr 2012

Über dieses Bild

Die Supernova Didius, benannt nach dem römischen Kaiser Didius Julianus, ist der weiße Punkt in der Mitte dieses Bildes – eine Sternenexplosion von fast unvorstellbarer Gewalt, eingefangen über einem riesigen Abgrund kosmischer Zeit und Raums. Der helle Fleck oben links ist der Kern der Heimatgalaxie der Supernova und vermittelt einen Eindruck von der Größe dieses katastrophalen Ereignisses. Die Supernova ist so außergewöhnlich weit entfernt, dass wir sie so sehen, wie sie vor 7 Milliarden Jahren aussah, als das Universum nur halb so alt war wie heute. Trotz der immensen Entfernung war die Explosion hell genug, um von Hubble entdeckt zu werden, da Supernovae vom Typ Ia zu den leuchtendsten Ereignissen im Kosmos gehören und kurzzeitig ihre gesamten Muttergalaxien überstrahlen. Diese uralten Explosionen dienen als kosmische Meilensteine, die eine der tiefgreifendsten Entdeckungen der modernen Wissenschaft enthüllten: die beschleunigte Expansion des Universums.

Wissenschaftliche Bedeutung

Supernova Didius gehört zu einer Klasse entfernter Supernovae vom Typ Ia, die maßgeblich zur Messung der Expansionsgeschichte des Universums und zur Eingrenzung der Eigenschaften der Dunklen Energie beigetragen haben. Supernovae vom Typ Ia entstehen, wenn ein Weißer Zwerg in einem Doppelsternsystem genug Masse von einem Begleitstern ansammelt, um eine thermonukleare Detonation auszulösen, die den Weißen Zwerg in einer Explosion vollständig zerstört, die eine nahezu gleichmäßige Spitzenleuchtkraft erreicht. Diese standardisierbare Helligkeit macht sie zu unschätzbar wertvollen Entfernungsindikatoren auf kosmologischen Skalen. Durch den Vergleich der beobachteten Helligkeit entfernter Supernovae wie Didius mit ihrer bekannten intrinsischen Leuchtkraft können Astronomen die Entfernung zu ihren Muttergalaxien messen und in Kombination mit Rotverschiebungsmessungen die Expansionsrate des Universums über Milliarden von Jahren abbilden. Die Entdeckung der Supernova Didius in einer Rückblickszeit von 7 Milliarden Jahren platziert sie in der kritischen Epoche, in der das Universum von der durch Materie dominierten Verzögerung zur durch dunkle Energie dominierten Beschleunigung überging, und lieferte wichtige Datenpunkte für die Eingrenzung kosmologischer Modelle und die Zustandsgleichung der dunklen Energie.

Beobachtungsdetails

Die Supernova Didius wurde im Rahmen eines Durchmusterungsprogramms des Hubble-Weltraumteleskops entdeckt und überwacht, das darauf abzielte, entfernte Typ-Ia-Supernovae für kosmologische Studien zu finden und zu messen. Für die Beobachtungen wurden die Advanced Camera for Surveys (ACS) und die Wide Field Camera 3 (WFC3) in mehreren Breitbandfiltern verwendet, die sichtbare und nahinfrarote Wellenlängen abdecken. Wiederholte Beobachtungen über mehrere Wochen hinweg verfolgten die Lichtkurve der Supernova – den Anstieg und Abfall ihrer Helligkeit im Laufe der Zeit –, die für die Kalibrierung ihrer Spitzenleuchtkraft und die Klassifizierung ihres Subtyps von wesentlicher Bedeutung ist. Spektroskopische Nachuntersuchungen mit bodengestützten Teleskopen bestätigten ihre Klassifizierung als Supernova vom Typ Ia und maßen die Rotverschiebung ihrer Muttergalaxie.

Ort im Universum

Konstellation

N/A (Deep Field)

Entfernung von der Erde

7 Milliarden Lichtjahre

Lustige Fakten

  • 1

    Supernova Didius ist nach Didius Julianus benannt, der im Jahr 193 n. Chr. nur neun Wochen lang römischer Kaiser war, bevor er abgesetzt und hingerichtet wurde – ein passender Name für ein kosmisches Ereignis, das kurz hell leuchtet, bevor es in der Dunkelheit verschwindet.

  • 2

    Supernovae vom Typ Ia wie Didius erreichen alle ungefähr die gleiche maximale Leuchtkraft, was sie zu „Standardkerzen“ macht, die Astronomen als kosmische Lineale verwenden, um Entfernungen über Milliarden von Lichtjahren zu messen – diese Technik führte 1998 zu der Entdeckung, dass sich die Expansion des Universums beschleunigt.

  • 3

    Da das Licht der Supernova Didius sieben Milliarden Jahre brauchte, um uns zu erreichen, blicken wir buchstäblich in eine Zeit zurück, in der das Universum von der Verlangsamung zur Beschleunigung überging – ein entscheidender Moment in der kosmischen Geschichte, angetrieben von der mysteriösen Kraft namens Dunkle Energie.

Bildnachweis: NASA, ESA, Hubble-Weltraumteleskop