
Über dieses Bild
Die beiden verschmelzenden Spiralgalaxien, aus denen die Antennengalaxien bestehen, begannen ihre Interaktion erst vor einigen hundert Millionen Jahren. Im Zuge der Verschmelzung werden Milliarden Sterne entstehen.
Wissenschaftliche Bedeutung
Die Antennen sind eines der nächstgelegenen großen Fusionslabore zur Untersuchung fusionsbedingter Sternexplosionen und Clusterbildung. Sie zeigen, wie Gezeitenwechselwirkungen Gas komprimieren, eine intensive Sternentstehung auslösen und die Galaxienstruktur vor der endgültigen Verschmelzung neu organisieren. Ergebnisse dieses Systems werden häufig zur Interpretation entfernter Verschmelzungspopulationen verwendet, die in früheren kosmischen Zeiten beobachtet wurden.
Beobachtungsdetails
Die Hubble-Multiband-Bildgebung löst Tausende kompakter junger Sternhaufen und komplexer Staubgeometrien im Überlappungsbereich auf. Die farbbasierte Altersdatierung von Sternhaufen zeigt, wo die Sternentstehung kürzlich ihren Höhepunkt erreicht hat. Morphologie und Clusterdemografie werden mit numerischen Simulationen verglichen, um das Fusionsstadium einzugrenzen.
Ort im Universum
Konstellation
Corvus
Entfernung von der Erde
Ungefähr 45 Millionen Lichtjahre
Lustige Fakten
- 1
Die Antennengalaxien sind nach den langen Gezeitenschweifen benannt, die bei der Verschmelzung ausgeschleudert werden.
- 2
Durch die Wechselwirkung entstehen riesige Mengen junger Sternhaufen.
- 3
Dieses System gibt einen Überblick darüber, wie große Spiral-Spiral-Fusionen im Detail aussehen können.
Bildnachweis: NASA, ESA, Hubble-Weltraumteleskop



