Eiernebel (Protoplanetarischer Nebel), aufgenommen vom Hubble-Weltraumteleskop für den September 27
September 27Protoplanetarischer NebelPlaneten

Eiernebel

Beobachtet im Jahr 2002

Über dieses Bild

Im Einebel bilden Staubhüllen konzentrische Ringe um einen alternden Stern, die den Schichten einer Zwiebel ähneln. Ein dicker Staubgürtel, der fast senkrecht durch das Zentrum verläuft, blockiert das Licht des zentralen Sterns, während zwei Lichtstrahlen vom Stern ausgehen.

Wissenschaftliche Bedeutung

Der Einebel ist eines der klarsten nahen Beispiele dafür, wie sich kugelförmige Sternwinde vor der Entstehung eines planetarischen Nebels zu stark bipolaren Ausflüssen entwickeln. Seine ringförmigen Schalen und Polarkeulen schränken Modelle des episodischen Massenverlusts, der Staubproduktion und der Rolle binärer Wechselwirkung oder magnetischer Formung in der späten Sternentwicklung ein. Da diese Phase kurz ist, sind gut aufgelöste Objekte wie der Eiernebel selten und wissenschaftlich wichtig. Sie tragen dazu bei, die Physik des Massenverlusts des Roten Riesen mit der eventuellen Anreicherung des interstellaren Mediums mit kohlenstoffreichem Staub und Molekülen in Verbindung zu bringen.

Beobachtungsdetails

Hubble hat den Einebel in optischen Bändern mit hohem Dynamikbereich abgebildet, um sowohl helle zentrale Streukeulen als auch schwache äußere Bögen einzufangen. Die Daten zeigen geschichtete Hüllen, eine markante, verdeckende Staubspur und kollimierte Strahlen, die vom verborgenen Zentralstern ausgehen. Polarimetrische und Multibandanalysen unterscheiden Streulicht von Linienemission und kartieren die Staubgeometrie. Zeitliche Vergleiche über Epochen hinweg können kleine morphologische Veränderungen in Abflussmerkmalen erkennen. Die Winkelauflösung von Hubble ist entscheidend für die Auflösung der engen Hohlräume und feinen Schalenabstände, die Formungsmechanismen diagnostizieren.

Ort im Universum

Konstellation

Cygnus

Entfernung von der Erde

Ungefähr 3.000 Lichtjahre

Lustige Fakten

  • 1

    Der Einebel stellt eine kurzlebige Übergangsphase zwischen einem asymptotischen Riesenaststern und einem vollständigen planetarischen Nebel dar.

  • 2

    Seine konzentrischen Bögen zeichnen den episodischen Massenverlust des Zentralsterns über Tausende von Jahren auf.

  • 3

    Eine dichte äquatoriale Staubspur blockiert direktes Sternenlicht, sodass wir hauptsächlich bipolare Strahlen sehen, die durch polare Hohlräume gestreut werden.

Bildnachweis: NASA, ESA, Hubble-Weltraumteleskop