Whirlpool-Galaxie (Spiralgalaxie), aufgenommen vom Hubble-Weltraumteleskop für den Januar 20
Januar 20SpiralgalaxieGalaxien

Whirlpool-Galaxie

Beobachtet im Jahr 2005

Über dieses Bild

Diese atemberaubende Nahaufnahme zeigt komplizierte Details in einigen der gewundenen Spiralarme der prächtigen Whirlpool-Galaxie. Die anmutigen Kurven der Arme der Galaxie sind von rot gefärbten Wolken aus Wasserstoffgas – dem Rohstoff für die Sternentstehung – geprägt, die aktiv neue Sterne in leuchtenden Sternkindergärten zur Welt bringen. Die Spiralarme fungieren als kosmische Fließbänder, die Gas und Staub komprimieren, während sie durch die galaktische Scheibe strömen, und so Wellen der Sternentstehung auslösen, die die Arme in lebendigen Farbtönen erstrahlen lassen. Junge, heiße blaue Sterne punktieren diese roten Nebel, deren intensive Strahlung den umgebenden Wasserstoff ionisiert und ihn zum Leuchten bringt. Diese detaillierte Ansicht zeigt die elegante Struktur und die fortlaufende Sternentstehung in einer der fotogensten Galaxien am Himmel, die sich etwa 23 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Canes Venatici befindet.

Wissenschaftliche Bedeutung

Dieses Bild zeigt die gleiche Ansicht von M51 wie der Eintrag vom 19. Januar, aber sein wiederholtes Erscheinen unterstreicht den außergewöhnlichen wissenschaftlichen Wert der Galaxie. Die Whirlpool-Galaxie ist eines der am häufigsten beobachteten extragalaktischen Ziele von Hubble. Die Daten umfassen Jahrzehnte und ermöglichen Zeitbereichsstudien von veränderlichen Sternen, Supernovae und sich entwickelnden H-II-Regionen. Die drei in M51 zwischen 1994 und 2011 beobachteten Supernovae haben wichtige Daten über verschiedene Supernova-Typen und ihre Vorläufersterne geliefert, wobei die Archivbilder von Hubble es Astronomen ermöglichen, die Sterne zu identifizieren, bevor sie explodierten. Die wohlgeordnete Spiralstruktur von M51 dient auch als Maßstab für die Prüfung numerischer Simulationen von Galaxieninteraktionen, da die Begegnung mit NGC 5195 umfassend modelliert wurde, um die beobachtete Armmorphologie, die Gaskinematik und die verstärkte Sternentstehung zu reproduzieren. Diese Simulationen haben Einblicke in die Zeitskalen und Mechanismen der Gezeitenwechselwirkungen geliefert, die auf Galaxienverschmelzungen im gesamten Universum anwendbar sind.

Beobachtungsdetails

Dieses Hubble-Bild der Whirlpool-Galaxie verwendete denselben ACS-Datensatz wie das Bild vom 19. Januar, der aus einer umfassenden Multifilter-Untersuchung von M51 aus dem Jahr 2005 stammt. Die Beobachtungen kombinierten Breitbandfilter (F435W, F555W, F814W), um ein natürliches Farbkomposit zu erzeugen, und Schmalbandfilter (F658N für Wasserstoff-Alpha), um die Sternentstehungsaktivität hervorzuheben. Die Gesamtbelichtungszeit über alle Filter hinweg überschritt 50 Stunden. An den resultierenden Bildern wurde eine Point-Spread-Function-Fitting-Photometrie durchgeführt, um Helligkeitsmessungen für Millionen einzelner Quellen zu extrahieren, darunter Vordergrundsterne, Hintergrundgalaxien und M51-eigene Sternpopulationen und kompakte Sternhaufen.

Ort im Universum

Konstellation

Canes Venatici

Entfernung von der Erde

23 Millionen Lichtjahre

Lustige Fakten

  • 1

    Der Begleiter der Whirlpool-Galaxie, NGC 5195, hat die Scheibe von M51 bereits mindestens einmal durchquert und befindet sich nun aus unserer Sicht etwas dahinter, verbunden durch eine Gezeitenbrücke aus Sternen und Gas.

  • 2

    M51 beherbergte in der Neuzeit drei beobachtete Supernovae – SN 1994I, SN 2005cs und SN 2011dh – was sie zu einer der produktivsten nahen Galaxien für Supernovastudien macht.

  • 3

    Wenn man mit Lichtgeschwindigkeit reisen könnte, würde man etwa 76.000 Jahre brauchen, um von einem Rand der Whirlpool-Galaxie zum anderen zu gelangen.

Bildnachweis: NASA, ESA, Hubble-Weltraumteleskop