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Der größte bekannte Asteroid, Ceres, hat einen Durchmesser von etwa 590 Meilen (950 Kilometer) – ungefähr die Größe von Texas – und ist damit ein wahrer Riese unter den Gesteinskörpern des Sonnensystems. Ceres befindet sich im Hauptasteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und teilt sich den Raum mit Zehntausenden anderen Asteroiden unterschiedlicher Größe. Tatsächlich ist Ceres so massereich, dass er fast ein Drittel der Gesamtmasse des gesamten Asteroidengürtels enthält und über genügend Schwerkraft verfügt, um sich in eine Kugelform zu ziehen, eine Eigenschaft, die 2006 zu seiner Neuklassifizierung als Zwergplanet führte. Hubbles Beobachtungen haben faszinierende Merkmale auf der Oberfläche von Ceres zutage gefördert, darunter mögliches Wassereis und mysteriöse helle Flecken, die auf geologische Aktivität hinweisen. Diese antike Welt dient als unberührte Zeitkapsel aus dem frühen Sonnensystem und bewahrt Hinweise auf die Planetenentstehung und die Prozesse, die unsere kosmische Nachbarschaft vor über 4,5 Milliarden Jahren geformt haben.
Wissenschaftliche Bedeutung
Ceres nimmt als größter Körper im Asteroidengürtel und einziger Zwergplanet im inneren Sonnensystem eine einzigartige Stellung in der Planetenwissenschaft ein. Seine Studie schließt die Lücke zwischen felsigen terrestrischen Planeten und den eisigen Welten des äußeren Sonnensystems. Hubbles frühe Beobachtungen von Ceres lieferten die ersten Hinweise auf Oberflächenmerkmale und Zusammensetzungsvariationen, die später durch die Dawn-Mission von NASA in atemberaubenden Details bestätigt wurden. Die Entdeckung von Wassereis, organischen Molekülen und Salzablagerungen auf Ceres deutet darauf hin, dass dort eine erhebliche Wasserveränderung stattfand – das bedeutet, dass einst flüssiges Wasser durch sein Inneres floss und seine Gesteine und Mineralien chemisch umwandelte. Dies macht Ceres zu einem unschätzbar wertvollen Einblick in den Wasserhaushalt des frühen Sonnensystems und die Lieferung flüchtiger Stoffe an die inneren Planeten. Darüber hinaus liefern die Zusammensetzung und Struktur von Ceres Einschränkungen für Modelle der Planetenentstehung und -migration und helfen Astronomen zu verstehen, warum trotz Jupiters Gravitationseinfluss nie ein Planet in voller Größe im Asteroidengürtel entstanden ist.
Beobachtungsdetails
Hubble beobachtete Ceres mit der Advanced Camera for Surveys (ACS) und der Wide Field and Planetary Camera 2 (WFPC2) im sichtbaren und ultravioletten Wellenlängenbereich. Obwohl Ceres selbst auf den schärfsten Bildern von Hubble nur wenige Pixel groß erscheint, nutzten Astronomen ausgefeilte Bildverarbeitungstechniken, um Albedovariationen an der Oberfläche abzubilden und helle und dunkle Regionen auf seiner Oberfläche zu identifizieren. Diese Beobachtungen, die über mehrere Rotationsperioden von Ceres durchgeführt wurden, ermöglichten die Erstellung grober Oberflächenkarten, die als Grundlage für die Planung der Dawn-Mission von NASA dienten. Hubble hat auch die genaue Form von Ceres gemessen und bestätigt, dass die abgeflachte Kugelform mit dem hydrostatischen Gleichgewicht übereinstimmt.
Ort im Universum
Konstellation
N/A (Sonnensystem)
Entfernung von der Erde
257 Millionen Meilen (durchschnittlich von der Erde entfernt)
Lustige Fakten
- 1
Ceres enthält fast ein Drittel der Gesamtmasse des gesamten Asteroidengürtels, ist aber immer noch 6.000-mal weniger massereich als die Erde – ein Beweis dafür, wie wenig Material zwischen Mars und Jupiter vorhanden ist.
- 2
Die Raumsonde Dawn von NASA entdeckte über 300 helle Flecken auf der Oberfläche von Ceres. Der auffälligste sind die Ablagerungen von Natriumcarbonat im Occator-Krater, einer Art Salz, das von salzigem Wasser zurückbleibt, das an die Oberfläche sickert und verdunstet.
- 3
Ceres könnte unter seiner Eiskruste einen unterirdischen Ozean aus flüssigem Wasser beherbergen, was ihn neben Europa und Enceladus zu einem der wenigen Orte im Sonnensystem macht, an denen mikrobielles Leben möglich ist.
Bildnachweis: NASA, ESA, Hubble-Weltraumteleskop



