Mars (Planet), aufgenommen vom Hubble-Weltraumteleskop für den August 27
August 27PlanetPlaneten

Mars

Beobachtet im Jahr 2003

Über dieses Bild

Hubble hat dieses bemerkenswerte Bild des Mars während der historischen Opposition im Jahr 2003 aufgenommen, als sich der Planet der Erde am nächsten seit fast 60.000 Jahren näherte. Der größte Vulkan des Sonnensystems, Olympus Mons, erscheint deutlich am oberen Rand der sichtbaren Scheibe. Dieser Schildvulkan ragt 22,2 Kilometer über das umliegende Gelände hinaus – fast dreimal so hoch wie der Mount Everest – und seine Basis erstreckt sich über eine Fläche, die ungefähr der Größe von Arizona entspricht. Die Caldera auf ihrem Gipfel, die durch aufeinanderfolgende Einstürze als Magmakammern entstanden ist, die sich bei Eruptionen entleerten, ist groß genug, um mehrere Städte der Erde zu verschlingen. Diese extreme Annäherung ermöglichte es Hubble, die bisher höchste Auflösung der Marsoberfläche zu erzielen und Details mit einem Durchmesser von nur 25 Kilometern zu offenbaren.

Wissenschaftliche Bedeutung

Die Beobachtungen der Marsopposition im Jahr 2003 lieferten entscheidende Daten für das Verständnis der Marsgeologie und der atmosphärischen Dynamik. Hubbles hochauflösende Bildgebung enthüllte den aktuellen Zustand wichtiger geologischer Merkmale, die mit Karten von umlaufenden Raumfahrzeugen verglichen werden können, um Veränderungen über Jahrzehnte hinweg zu verfolgen. Die Beobachtungen erfassten die saisonale Sublimation der südpolaren Eiskappe, die Kohlendioxid in die Atmosphäre freisetzt und weltweite Druckschwankungen verursacht. Wasserdampfmessungen verfolgten die globale Verteilung der atmosphärischen Feuchtigkeit, ein wichtiger Input für das Verständnis des Wasserkreislaufs des Mars. Diese erdbasierten Beobachtungen ergänzen die Daten von Mars-Orbitern und Rovern, indem sie einen globalen Kontext liefern und Beobachtungen in Zeiten ermöglichen, in denen Raumfahrzeuge möglicherweise nicht für eine optimale Beobachtung positioniert sind.

Beobachtungsdetails

Hubble beobachtete den Mars mithilfe des High Resolution Channel der Advanced Camera for Surveys (ACS), der die höchste Winkelauflösung des Teleskops bietet. Bei den Beobachtungen wurden mehrere Filter eingesetzt, die Wellenlängen von Ultraviolett bis Nahinfrarot abdecken, was Untersuchungen der Oberflächenmineralogie und der atmosphärischen Zusammensetzung ermöglichte. Die UV-Beobachtungen waren besonders wertvoll für die Kartierung der Verteilung von Ozon, das durch photochemische Reaktionen unter Beteiligung von Wasserdampf zerstört wird. Nahinfrarotfilter deckten Oberflächenmerkmale mit erhöhtem Kontrast auf, indem sie atmosphärischen Staub durchdrangen. Mehrere Beobachtungen über die 24,6-stündige Rotationsperiode des Mars ermöglichten die Erstellung von Karten der gesamten Festplatte. Die Daten ergänzten gleichzeitige Beobachtungen von Marsorbitern und lieferten einen umfassenden Blick auf den Planeten während dieser außergewöhnlichen Annäherung.

Ort im Universum

Konstellation

N/A (Sonnensystem)

Entfernung von der Erde

34,6 Millionen Meilen (nächste Annäherung)

Lustige Fakten

  • 1

    Olympus Mons ist so riesig, dass ein Beobachter, der auf seinem Gipfel steht, die Ränder des Vulkans nicht sehen könnte – sie würden sich in alle Richtungen über den Horizont hinaus erstrecken.

  • 2

    Die große Annäherung im Jahr 2003 brachte den Mars auf 34,6 Millionen Meilen an die Erde heran – näher als seit der Steinzeit und näher als bis zum Jahr 2287.

  • 3

    Die dünne Atmosphäre des Mars – nur etwa 1 % so dicht wie die der Erde – ermöglicht es Hubble, Oberflächenmerkmale klar zu erkennen, ohne die atmosphärische Unschärfe, die bodengestützte Teleskope einschränkt.

Bildnachweis: NASA, ESA, Hubble-Weltraumteleskop